Angebot schreiben: 9 Bestandteile, die in kein Angebot fehlen dürfen
So ist ein Angebot aufgebaut, bei dem der Kunde nicht zweimal nachfragen muss: 9 Bestandteile vom Betreff bis zur Gültigkeit und die typischen Fehler.
Ein gutes Angebot beantwortet die Fragen des Kunden, bevor er sie stellt. Selbst wenn der Preis stimmt, kostet ein lückenhaftes Angebot Zeit: Es folgen Rückfragen per E-Mail, und die Entscheidung verzögert sich. Wir haben über die Jahre Hunderte Angebote von Handwerks- und Baufirmen gesehen, und die Lücken sind fast immer an denselben Stellen. Die folgenden 9 Bestandteile sind ein Gerüst, das in jeder Branche funktioniert, und eine gute Grundlage für dein eigenes Angebot Muster.
1. Betreff und Angebotsnummer
„Angebot“ allein reicht nicht. Nutze einen Betreff, der den Inhalt beschreibt, etwa „Klimatisierung Büroetage, 4. OG“, und eine eindeutige Nummer. Wenn der Kunde in derselben Woche drei Angebote bekommt, muss er deins über die Nummer finden können.
2. Deine Firmendaten und dein Logo
Firmenname, Anschrift, Telefon, E-Mail, Steuernummer oder USt-IdNr. Die Buchhaltung des Kunden braucht diese Angaben spätestens bei der Bestellung. Wer sie gleich mitliefert, wirkt verlässlich.
3. Kunde und Ansprechpartner
Schreib neben den Firmennamen, wer das Angebot angefragt hat. Zu wissen, wen du beim Nachfassen anrufst, ist genauso wichtig wie das Angebot selbst.
4. Positionen: Artikelnummer, Beschreibung, Menge, Einheit
Jede Position braucht eine Artikelnummer oder kurze Bezeichnung, eine Menge und eine Einheit. Verkaufst du technische Produkte, gehören Leistung, Modell oder Abmessungen in die Beschreibung. Das macht den Vergleich für den Kunden einfacher.
5. Einzelpreis, Rabatt und MwSt.
Versteck den Rabatt nicht, sondern zeig ihn offen: Listenpreis, Rabattsatz, Nettopreis. Ob die Preise netto oder brutto sind, muss eindeutig sein, entweder in jeder Zeile oder in der Summe.
6. Summen
Zwischensumme, Rabatt, MwSt. 19 % und Gesamtbetrag jeweils in einer eigenen Zeile. Von Hand gerechnete Summen sind die häufigste Fehlerquelle. Nutze Formeln oder ein Werkzeug, das selbst rechnet.
7. Enthaltene und nicht enthaltene Leistungen
Montage, Lieferung, Inbetriebnahme, Arbeitsleistung ohne Material. Was nicht ausdrücklich im Angebot steht, führt nach der Bestellung am häufigsten zu Streit.
8. Zahlungs-, Liefer- und Garantiebedingungen
Anzahlung, Zahlungsziel, Lieferzeit und Garantie. Ein paar kurze Stichpunkte genügen.
9. Gültigkeit und Unterschrift
Schreib dazu, bis wann die Preise gelten, und nenne die Person, die das Angebot erstellt hat. Das Ende der Gültigkeit ist zugleich ein natürlicher Termin zum Nachfassen.
Kurze Checkliste
- Beschreibt der Betreff den Inhalt, gibt es eine Nummer?
- Steht der Ansprechpartner beim Kunden drin?
- Ist klar, ob netto oder brutto?
- Sind enthaltene und nicht enthaltene Leistungen aufgeführt?
- Gibt es ein Gültigkeitsdatum und einen Namen?